Bewerbung

Form der Bewerbung

Die hier gezeigte Auswahl stellt die gängigen Bewerbungsformen dar:

Schriftlich
Die schriftliche Bewerbung ist die klassische Bewerbungsform. Hierbei werden in einer Bewerbungsmappe alle nötigen Unterlagen in Papierform an den/die Arbeitgeber/in versendet oder übergeben. Diese Variante bietet die Möglichkeit, die Bewerbungsunterlagen individuell zu gestalten. Diese Gestaltungsmöglichkeiten stellen den größten Vorteil dieser Bewerbungsform dar. Die Nachteile bei der schriftlichen Bewerbung sind zum einen der Aufwand und zum anderen die entstehenden Kosten.

Die Bundesagentur für Arbeit kann in bestimmten Fällen einen Zuschuss für Bewerbungskosten bewilligen.

Per E-Mail
Die Bewerbung per E-Mail unterscheidet sich lediglich in der Versandart zur schriftlichen Bewerbung. Der Aufbau und die Bestandteile sind nahezu gleich. Zu beachten sind hier die Größe der Datei und deren Name sowie die Nutzung einer seriösen E-Mailadresse.

Online
Eine weitere digitale Bewerbungsform ist die Onlinebewerbung. Der/die Arbeitgeber/in stellt einen Zugang zu einem Onlineportal zur Verfügung, um alle erforderlichen Bewerbungsunterlagen hochzuladen und persönliche Daten einzugeben. Der Vorteil, den diese Bewerbungsform den Arbeitgeber/innen bietet, ist die Vergleichbarkeit der Bewerber/innen.

Bewerbungsunterlagen

Anschreiben, das Bewerbungsschreiben oder das Bewerbungsanschreiben werden häufig synonym verwendet und machen den wichtigsten Teil der Bewerbung aus. Aus diesem Grund liegt das Anschreiben in der Bewerbungsmappe an oberster Stelle und wird unterschrieben. Das Anschreiben ermöglicht dem/der Personalverantwortlichen einen direkten Einstieg in die Bewerbung. Es sollte deshalb realistisch sein und Selbstbewusstsein ausstrahlen. Kurze prägnante Sätze mit den wichtigsten Inhalten zur eigenen Person, den eigenen Fähigkeiten, Informationen zu der Stelle und den/der Arbeitgeber/in wirken überzeugend. Zusätzlich sind eine klare Struktur und ein übersichtlicher Aufbau unabdingbar. Die Individualität der Bewerbung ist ein wichtiger zu berücksichtigender Punkt, um sich von anderen Bewerber/innen abzuheben.

Der Lebenslauf (Curriculum vitae, CV) dient dem/der zukünftigen Arbeitgeber/in die wichtigsten individuellen Daten zur Person und zum bisherigen Werdegang nachzuvollziehen. Die übliche Darstellungsform ist die Tabelle.

• Kopfzeile-Kontaktdaten
(Name, Anschrift, Telefonnummer und E-Mailadresse)
• Bewerbungsfoto in der rechten oberen Ecke (siehe Bewerbungsfoto)
• Persönliche Daten (Geburtsdatum, -ort, Familienstand)
• Beruflicher Werdegang (wenn vorhanden): chronologisch beginnend mit der letzten Stelle, Aufgabenbereiche, Zuständigkeiten bzw. Projekte benennen
• Schulischer Werdegang: chronologisch beginnend mit dem
aktuellsten/höchsten Abschluss, Schule, Ausbildung
• Praktische Erfahrungen: chronologisch beginnend mit der letzten Stelle, Praktika, Jobs/Nebenjobs, mit Bezug zur Branche
• Weitere Kenntnisse, Fortbildung, Computerkenntnisse, Fremdsprachen
• Am Ende: Ort, Datum und Signatur/Unterschrift

Bewerbungsfotos müssen nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in Deutschland nicht mitgesendet werden. Es besteht zwar keine Pflicht, jedoch ist es trotzdem ratsam. Es kann der ausschlaggebende Grund sein, warum du für ein Bewerbungsgespräch eingeladen wirst und am Ende die Stelle bekommst. Deshalb ist es auch wichtig, dass es sich um ein aktuelles Foto handelt.

Es ist sinnvoll, die Bewerbungsbilder von einem/r erfahrenen Fotografen/in machen zu lassen, der/die eventuell Tipps für die gewünschte Branche (schwarz/weiß oder Farbfotos) geben kann und eine gute Beratung anbietet.

Die Anlagen jeder Bewerbung unterstützen die eigene Darstellung und können die Chancen auf ein Vorstellungsgespräch beeinflussen. Hier steht Qualität vor Quantität. Das heißt, dass nur die Anlagen beigefügt werden, welche für die jeweilige Bewerbung auf die spezifische Stelle passen und nicht alle erworbenen Qualifikationen wahllos angefügt werden. Mögliche Anlagen für eine Bewerbung sind:

• Kopie des letzten Schulzeugnisse
• Zertifikate
• Arbeitszeugnisse
• Empfehlungsschreiben

Vorstellungsgespräch

Hat die Bewerbung einen positiven Eindruck hinterlassen, so folgt die Einladung zum Vorstellungsgespräch…. 

Vorstellungsgespräch vorbereiten

Informationen über das Unternehmen zusammentragen:

A) Bei welchem Unternehmen bewerbe ich mich?

• Branche
• Kerngeschäft
• Firmenphilosophie
• Aktuelles (Blog, Social Media)

Simulierte Einstellungstest im Internet nutzen

B) Kleiderwahl

• Grundsätzlich gilt: lieber „overdressed“ statt „underdressed“, d.h., dass die Kleidung eher schick statt alltagstauglich gewählt werden sollte. Die Kleiderwahl sollte zudem der Branche angepasst sein.
• Ein gepflegtes natürliches Aussehen hinterlässt einen besseren Eindruck als zu viel Schminke oder ein unrasiertes Auftreten.

C) Typischer Ablauf

• Begrüßung und Smalltalk
• Interview mit Fragen über die Firma und den/die Bewerber/in
• Ggf. Lösen von Übungsaufgaben
(Umgang mit PC/Sprachkompetenz/Zahlenverständnis)
• Verabschiedung und Ausblick

D) Assessmentcenter

Das Assessment Center (AC) ist ein Personalauswahlverfahren im Bewerbungsprozess. Dieser findet häufig bei großen Unternehmen statt und dauert in der Regel ein bis drei Tage. Es werden in verschiedenen Übungen die Eigenschaften und Fähigkeiten der Bewerber/innen getestet.

Umgang mit Absagen


• Geduld haben
• Viele Bewerbungen schreiben
• Ziel fokussieren
• (Flexibel sein), Plan B, Alternative suchen
• Die richtige Ausbildungsstelle kommt